Nachruf auf Martina Röder
Am 11. Juli 2026 starb nach schwerer Krankheit Martina Röder, Geschäftsführerin der Neanderklinik Harzwald sowie des Deutschen Pflegeverbandes und langjähriges Mitglied im Fachbeirat unseres Berliner Kongresses Pflege.
Mich hat die Nachricht sehr erschüttert und ich kann es immer noch gar nicht glauben. Wo ich sie doch im Januar beim Kongress Pflege 2026 in Berlin noch so erleben konnte, wie ich sie vor vielen Jahren bei unserem ersten Treffen anlässlich des Interprofessionellen Gesundheitskongresses in Dresden kennengelernt habe.
Mir sind schon damals ihre warmherzige Art und ihr starkes Engagement für die Pflegebranche aufgefallen. Ihr ging es nicht in erster Linie um die Außenwirkung für einen Verband, eine Einrichtung oder ihr persönliches Ansehen. Im Mittelpunkt ihres Tuns standen immer die Menschen – die, die in der Pflege beschäftigt sind und die, die es zu versorgen galt.
Martina Röder war seit 2015 Mitglied im Fachbeirat unseres Kongresses Pflege und hat immer Themen mit großem Praxisbezug eingebracht. So hat sie bereits damals Praxiskonzepte für die Akquise und Integration ukrainischer Fachkräfte vorgestellt. Dieses Engagement bekam mit Beginn des Krieges in der Ukraine eine neue Dimension. Neben ihren zahlreichen beruflichen Aufgaben gelang es ihr mit ihrem großen Netzwerk, auch die Familien der ukrainischen Pflegekräfte zu unterstützen.
Auch ganz privat, im Zusammenhang mit der langen Krankheit und dem Tod meiner Eltern, kann ich mich an Gespräche mit Martina Röder erinnern, die mir sehr halfen als staatliche Stellen und das Gesundheitswesen versagten. Sie hatte immer ein offenes Ohr und ich habe mich aufgehoben gefühlt. Das werde ich nicht vergessen!
Durch ihre ehrliche, offene und pragmatische Arbeitsweise konnten wir neue Ideen und Projekte umsetzen. Ich bin sehr froh, dass ich Martina Röder kennenlernen durfte, und es hat Spaß gemacht, mit ihr zu arbeiten.
Meine Gedanken und mein Mitgefühl sind in diesen Tagen bei ihren Angehörigen, Kolleginnen und Kollegen und allen Menschen, die ihr nahestanden. Ich wünsche allen viel Kraft in dieser schweren Zeit.
Andrea Tauchert
Kongressleitung Springer Pflege